EN 1822

Diese neue europäische Norm basiert auf der Zählung von Partikeln, die für die meisten Anwendungen ausreichen. EN 1822:2009 weicht von der Vorgängernorm (EN 1822:1998) in folgenden Punkten ab:
Ein Alternativverfahren zur Dichtheitsprüfung bei Filtern der Gruppe H, die keine Scheibenform aufweisen.
Ein alternatives Prüfverfahren, das mit einem festen Prüfaerosol statt einem flüssigen Aerosol durchgeführt wird.
Ein Verfahren zum Prüfen und Klassifizieren von Membran- und Kunstfaserfilter.

Der Hauptunterschied liegt in der Klassifizierung der Filterklassen H10 bis H12, die jetzt als E10 bis E12 verzeichnet sind.

In der folgenden Tabelle sind die Klassifizierungen hocheffizienter Filter nach EN 1822 aufgeführt:

 IntegralwertLokaler Wert
Filter- klasse  Abscheide- grad (%) Durchlass- grad (%)  Abscheide- grad (%) Durchlass- grad (%)
E10 85 15 - -
E11 95 5 - -
E12 99,5 0,5 - -
H13 99,95 0,05 99,75 0,25
H14 99,995 0,005 99,975 0,025
U15 99,9995 0,0005 99,9975 0,0025
U16 99,99995 0,00005 99,99975 0,00025
U17 99,999995 0,000005 99,9999 0,0001

Beschreibung der Filterklassen:

  • EPA 10 bis EPA 12: Efficiency Particulate Air (Filter)
  • HEPA 13 bis HEPA 14: High Efficiency Particulate Air (Filter)
  • ULPA 15 bis ULPA 17: Ultra Low Penetration Air (Filter)

Prüfung

Eine Prüfung nach EN 1822 wird in der Regel über eine Sprühsonde durchgeführt, die entlang der gesamten Filteroberfläche geführt werden kann. Durch diese Abtastung wird der Abscheidegrad an verschiedenen Stellen gemessen. Anhand der Messergebnisse kann der Gesamtabscheidegrad des Filters oder der Durchlassgrad an einer bestimmten Stelle des Filters ermittelt werden. Der Gesamtwirkungsgrad wird meist als Integralwert, der Durchlassgrad als lokaler Wert bezeichnet.

Prüfungen an neuen Filtern werden unter einem festgelegten Nennvolumenstrom durchgeführt. Filter der Klasse U15 oder höher müssen mit einer speziellen Partikelzählsonde abgetastet werden. Filter der Klassen H13 und H14 können einer Ölfadenprüfung unterzogen werden.

Zur Filterprüfung gehören folgende Messungen:

  1. Druckverlust bei Nennluftstrom
  2. Gesamtabscheidegrad bei Partikelgrößen mit stärkster Durchdringung (MPPS)
  3. Örtliche Abscheidegrade bei MPPS
  4. Keine Undichtigkeiten oberhalb H13 (vgl. Tabelle)

 

Camfil stellt Megalam-Filter (HEPA/ULPA) her, die strengen Branchenstandards und Kundenanforderungen genügen. Wir prüfen auch Rohstoffkomponenten auf Gasemissionen, z. B. aus PU-Dichtungen austretende Organophosphate. In der Mikroelektronikbranche werden in der Regel feste Latexkugeln oder Kieselgel als Prüfaerosole bevorzugt eingesetzt, da sie geringe Gasemissionen aufweisen. Um weiterhin im Bereich der hocheffizienten Filterung führend zu sein, verfolgt Camfil eine kontinuierliche Verbesserungspolitik. Es werden ausgedehnte gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprogramme mit Hauptlieferanten betrieben, aus denen neue, zukunftweisende Filtermedien hervorgehen. So können wir stets hochwertige Filterprodukte anbieten, die auch den Anforderungen neuer Technologien gerecht werden.

Camfil konnte als erstes Unternehmen ULPA-Filter der Klasse U17 mit geringem Boranteil auf den Markt bringen. Wir stellen auch e-PTFE-Filter der Klasse U15 und höher her.

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